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24.7.2007 Erfolg für deutsch-schweizerische Segel-Crew um Konstanzer SteuermannTino Ellegast ist WeltmeisterToller Erfolg für Tino Ellegast: Bei der 8-Meter-Weltmeisterschaft in Schottland sicherte sich der Konstanzer mit seiner deutsch-schweizerischen Crew den Titel nach einem packenden Duell mit einem einheimischen Team. Segeln: Zum 100-jährigen Jubiläum der 8-Meter-Rennklasse wurde die Weltmeisterschaft vom Royal Northern and Clyde Yacht Club in Schottland veranstaltet. In der Bucht vor Helensburgh kämpften 23 Teams aus elf Nationen um den Weltmeisterschaftstitel. Mit dabei auch die deutsch-schweizerische Crew um Tino Ellegast auf der High-Tech Rennyacht „Aluette" der Eignerin Iris Metten.
Unter der Flagge des Altnauer Segelclubs startet das erfahrene Team, das sich aus Top-Seglern vom Bodensee zusammen-setzt: Am Steuer Tino Ellegast, erfolgreicher und internationaler Match-racer (Konstanzer Yachtclub), unterstützt durch Taktiker Stefan Schneider (Konstanzer Yachtclub / Segelverein Dingelsdorf),der am Bodensee ebenfalls durch seine erfolgreiche Matchrace Vergangenheit bekannt ist und Arne Gülzow, Mitschiffsmann. Auch er kommt aus der Matchrace-Szene um Team Ellegast und konnte schon im vergangenen Jahr in der 8er Klasse den WM-Titel holen. Das eingespielte Team vom Altnauer-Segel Club mit Ernst Bieri, Markus Olbrecht und Christian Gasser, das im vorigen Jahr die „Aluette" zum Vize-Weltmeister-Titel führte, sorgte für einwandfreie Technik und perfekte Manöver auf dem Boot. Mit Ernst Bieri hatte die Crew einen erfahrenen 8er Vorschiffsmann an Bord. Nach den ersten drei Wettfahrten stellte sich bald heraus, dass der Hauptkonkurrent des Bodensee-Teams das schottische Team „Lafayette" war. Die Schotten trainierten das ganze Jahr hart auf diesem Revier und kannten die schwierigen Strömungsverhältnisse, die beim Einsetzen zwischen Ebbe und Flut sich permanent änderten. Aber auch hier hatte das Team von Iris Metten auf der „Aluette" vorgesorgt. Mit Eckhart Kaller konnte man einen erfahrenen Segelmacher und Weltmeister ins Boot holen, der gemeinsam mit Hansi Ellegast vom Begleitboot über Funk bis fünf Minuten vor dem Start ständig Strömungs- und Windverhältnisse der Regattastrecke durchgab. Die in der Presse schon als zukünftige Weltmeister gefeierten Schotten führten nach diesen drei Wettfahrten mit einem Punkt Vorsprung und konnten diesen Vorsprung nach der vierten Wettfahrt noch ausbauen, da das deutsch-schweizerische Team einen Frühstart hinlegte. Unbeein- druckt von der starken seglerischen Leistung der Schotten lief das Team um Tino Ellegast zur Hochform auf. Mit drei Siegen in Folge setzte es sich mit drei Punkten Abstand an die Spitze, was ein hartes und spannendes letztes Rennen versprach. Um noch Weltmeister zu werden, hätten die Schotten die „Aluette" auf einen Platz schlechter als vier verdrängen müssen. Doch das wusste auch Tino Ellegast. Nach dem Motto „Angriff ist die beste Verteidigung" griff er die Schotten schon in der Vorstartphase an und drängte sie nach alter Matchrace-Manier in den Wind, um ungehindert starten zu können. Obwohl verschiedene andere schottische Boote dafür sorgten, dass das deutsch-schweizerische Team nicht ungehindert sein Rennen segeln konnte, schaffte es die „Aluette" dennoch auf den dritten Platz und sicherte sich so den Weltmeistertitel. Als Schirmherrin der Veranstaltung und Zuschauerin auf einem Begleitboot erkundigte sich auch die britische Prinzessin Anne nach dem Erfolg der Bodensee-Crew, die zeigte, dass auch Bodensee-Segler sich der internationalen Konkurrenz stellen können. |